Intro-Video, und Erste Eindrücke von Tag 1
Video: 25.9.2008, zur Einleitung
[Update: Habe zwei Versuche gemacht, das Video gleich hier eingebettet zu haben, beides wollte nicht funktionieren. Jetzt ist es über diesen Link - http://video.google.com/videoplay?docid=-1157136073537806510&hl=en - auf Google Video zu erreichen. Hoffe ich zumindest!]
[Update 2: Ich versuche es jetzt auch mal mit YouTube:]
In China - Erste Eindrücke
(geschrieben 6.9.2008, "Tag 1")
Flug - eigentlich deren drei - mit viel Warterei,
aber es klappt alles.
Erinnerung an den China-Trip 2004: Chinesische Flugzeuge starten mit ausgefahrenen Landeklappen.
Mehr das klappt.
Interessante Ausblicke aufs Land am Weg nach Beijing, aber auch schon Fabrik-Rauchfahnen die sich entlang des Bodens in die nächsten Täler erstrecken. Am Flug nach Changsha, kaum mehr Ausblick. Der erste chinesische Sonnenuntergang ist eindrucksvoll, mit dichter, diesiger Luft darunter.
Landeanflug in der Nacht, durch die Wolkendecke. Immer wieder bemerkenswert wie finster die chinesische Nacht ist. Man sieht so viel über die Glitzerwelt Shanghais, hört so viel über dieses und jenes. Welch' ein Unterschied im Energieverbrauch aber schon zwischen den europäischen Strassenlaternen entlang jedes grösseren Wegerls und dem Mangel an Beleuchtung allerorts ausser an grössten Strassen.
Abholen vom Flughafen klappt auch, Herr Huang und gleich noch eine Kollegin vom Büro für internationalen Austausch und noch ein weiterer Lehrer aus dem Ausland (für Englisch).
Chinesische Autobahn bei Nacht. Moderne Mautstationen, ewige Verkehrsregeln: im Zweifelsfall hat der stärkere Recht, der kleinere und schnellere kann aber rechts vorbei und in der Lücke durch.
Im Quartier: wirklich ganz neu gebaut. So neu dass noch einiges zu tun ist: Noch kein Gas, damit kein Warmwasser, auch noch kein Internet. Dafür neuer Computer, Mikrowelle, Waschmaschine, TV, westliches Klo...
Abendessen ausgeschlagen. Vielleicht nicht gut für das soziale Leben, aber der Schlafmangel war schon stärker. Mitten in der Nacht aufgewacht mit dem Gedanken, wahrscheinlich nicht gut schlafen zu können. Erst gegen sieben aufgewacht.
Etwas geputzt, eingerichtet, dann eine erste Runde durch die Stadt. Nun gut, durch die nähere Umgebung. Das meiste hier scheint der Universitätscampus zu sein, was davon aber Stadt und was Uni ist, lässt sich - noch - nicht so ganz leicht sagen. Aber wieder einmal dieses Gefühl: Man sammelt "Hellos!" und diesmal sogar schon "Good Mornings!", ist offensichtlich kein Einheimischer, aber kann sich leicht weniger fremd vorkommen als anderswo. Man ist einfach Mensch unter vielen.
Wobei, es hat auch einen Park in der Nähe, einen grösseren Lotusteich und zumindest einen kleineren, und da hat es einige Stellen an denen man sich plötzlich allein mit dem Kreischein und Zirpen von Insekten vorkommt. Meine Laufstrecke wüsste ich so jedenfalls schon, muss aber noch sehen, ob ich mich tatsächlich mit den Lauftights in die Öffentlichkeit wage.
Die ersten Marktbesucher im Nachtgewand waren aber auch schon zu sehen. Überhaupt die üblichen kleinen Stände - was heisst Stände: ein Fleck Boden tut's vielen auch schon. Etwas Fleisch, viel Gemüse. Die mindestens fünf ersten Chilli- und Paprikasorten für meine Sammlung. Frosch im Sack. Fisch. Einer davon - Aal? nicht ganz, aber irgendwie doch... Biologie ist doch lang her, das ohnehin nicht mein Thema - macht sich auf den Weg. Aber nicht lange. Dann ist er wieder im Korb.
Oft genug, für mich, die Frage nach der Biologie: Kürbis rankt sich durch die Gegend. Kein Problem. Etwas anderes rankt sich, dass man Angst bekommt davor stehen zu bleiben ("Ruins" hatte mir zwar nicht sehr gefallen, aber ein solches Bild behält man dann ja doch im Kopf). Ich glaube, ich sollte/könnte wissen was es ist. Wenn's mir jemand sgen würde - aber bitte mit lateinischem Namen, hätte ich es mir wohl gedacht. Asiatische Kermesbeere und Bambus wenigstens sind alte Bekannte; vieles ist aber auch nur "bekannt", weil es wenigstens erkennbar eine Pflanze, eine Baumart ist. Maulbeere in der Ritze? Schon besser. Eine Paulownie die sich mit ihren typisch monströs grossen Blättern aus dem Unterholz entlanggearbeitet hat? Scheint ganz so. Dann wieder Blätter die bekannt aussehen - und ganz typisch - für die ich aber dennoch keinen Namen habe.
Nun gut, eigentlich war ich ja inzwischen am Markt:
Frösche im Sack. Ob mein Chinesisch reichen würde um zu fragen wie man denn die zubereitet? Zum Glück habe ich ja ohnehin noch kein Gas für die Kochstelle ;-)
Aber wie gehabt: Genug Gemüse. Darunter auch genug erkennbares. Eben Chili und Paprika, Süsskartoffeln, zwei Sorten Ingwer, viel an Kürbis, ein paar Tomaten.
Mittagsruhe. Es ist hier noch kuschelig warm, diesig und mit höherer Luftfeuchtigkeit wie üblich. Aber das kenne ich ja doch schon. Objektiv gesehen kannte ich es gar nicht so sehr, sicher nicht so sehr wie ich es wollte. Das wird sich jetzt wohl ändern.
Es ist hier in der Provinz, gleichzeitig - mit den drei Städten Changsha, Xiangtan und Zhangzhou als eine Industrieentwicklungszone, aber nicht hintennach. Mir wichtig am "in der Provinz sein" ist ja auch, dass ich hier schon in den weniger als 24 Stunden die ich jetzt da bin, mehr Chinesisch gehört habe als in den Jahren in denen ich es lernen wollte zuvor. Zumindest in der Praxis, nicht aus dem Lehrbuch.
Dem sollte ich mich wohl gleich noch widmen. Scheint so als würden so manche aus dem Ausland kaum Chinesisch lernen; scheint mir seltsam. Wie dem auch sei...
Labels: (posts auf Deutsch), in China
1 Comments:
Hallo Gerald,
das google-video hat auch schon gestern funktioniert, soeben mit heinz ge-skyped und ihm erklärt wo es ist....
youtube-video passt auch!
schöne zeit in china!
du hast es ja beneidenswert warm....
li grü
herti
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